JOHN FOGERTY KONZERT - REVIEWS 2000

L.A. TENNIS CENTER
THE TIMES REVIEW

New Orleans Never Sounded So Good

By NATALIE NICHOLS, Special to The Times ( September 2000)

Proving that mature artists can still rip it up when they want to, rocker John Fogerty, R&B mystic Dr. John and soul singer Irma Thomas offered three different, equally vital takes on New Orleans style on Sunday at a festival celebrating the sounds of the Crescent City at the L.A. Tennis Center.

Fogerty is not even from the South, but it still was appropriate for the Berkeley-born musician to headline the show at the UCLA campus. After all, as the leader of Creedence Clearwater Revival he earned his place in rock history by drawing on the earthiness of the region's roots music and mythologizing its spirit.

Philosophical justifications aside, Fogerty rocked. Keeping the exuberant audience on its feet for most of his 75-minute set, the 55-year-old singer and his quartet tore enthusiastically through "Fortunate Son," "Bad Moon Rising" and many other Creedence hits, as well as highlights from his solo career.

Watching him grinning and bounding around the stage, it was hard to believe he once refused to play these songs, especially since the blend of roots, hard rock and swampy funk Creedence pioneered felt as vibrant as it did in its late '60s/early '70s heyday. Despite the nostalgic glow, Fogerty seemed capable of earning fresh hits and selling out arenas.

As steeped as Dr. John, 57, is in his hometown's roots, funk, and jazz, the New Orleans native's 40-minute set carried a touch of California in the vague, hippie-trippy feel of his good-time Creole boogie-rock. The singer-keyboardist's loose, energetic performance provided a freewheeling contrast to that of opening act Thomas, who crooned smoky, emotionally nuanced renditions of classics such as "Don't Mess With My Man" as well as the title track from her current album, "My Heart's in Memphis." Backed by an adept septet, the Soul Queen of New Orleans, 59, was in fine voice, with a mature, dignified-yet-fiery demeanor that quickly engaged the audience.

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JOHN FOGERTY / TINA TURNER IN HANNOVER

WOLFGANG VORNHOF REVIEW

Am Montag, den 3. Juli, fuhren wir nach Hannover, um uns einen 30 Jahre währenden Traum endlich zu erfüllen. Auf dem Weg zum Niedersachsenstadion sah ich einen blauen Volvo aus Belgien mit dem Aufkleber: "John Fogerty Rocks". Als wir am Niedersachsenstadion ankamen und unser Auto parkten, hörten wir John beim Soundcheck "Blue Boy" spielen.

Nachdem wir gegen 16:30 Uhr in das Stadion eingelassen worden waren, mußten wir weitere zwei Stunden bis zur ersten Gruppe "Taxiride" aus Australien warten. "Taxiride" spielte ca. 30 Minuten. Ich kannte die Band nicht, aber mein Sohn sagte mir später, dass sie eigentlich während des Rheinkultur-Festivals in Bonn am 1. Juli hätten auftreten sollen, aber ihr Konzert war abgesagt worden.

Jetzt konnten wir es kaum noch erwarten. Der Equipmentwechsel dauerte weitere 20 Minuten und als erster betrat Kenny Aronoff die Bühne und nahm hinter seinem Schlagzeug Platz. Ihm folgten Rick Vito an der zweiten Gitarre sowie Bassist und dritter Gitarrist von Johns Band, die ich aber nicht kannte. Darauf hörten wir Swamp-Fauna-artige Geräusche über die gigantische PA (64 Boxen auf jeder Seite!) und dann stand er da, der Mann, auf den wir so lange gewartet hatten, John C. Fogerty selbst persönlich, ganz in weiss gekleidet mit seiner Gibson Les Paul Gold Top mit P 90 Tonabnehmern und begann mit einer hervorragenden Version von Born on the Bayou seine Show. Als John zu spielen anfing, ging ein heftiges Gewitter nieder. Der vom Wind aufgeblähte Bühnenvorhang, der die Sicht auf Tinas Bühnendeko versperren sollte, hätte Kenny fast von seinem Schlagzeugpodest geweht. Man entschloß sich daher, den Vorhang zu öffnen und John spielte sein komplettes Sett vor Tinas Bühnendeko. John spielte dasselbe Set wie in Zürich:

  • Born on the Bayou (Les Paul Gold Top)
  • Green River ("Let's rock'n roll", Les Paul Gold Top)
  • Suzie Q ("My very first hit record with my band CCR")
  • Blue Boy
  • Hot Rod Heart ("You like driving your car?" mit seiner roten Telecaster)
  • Up Around the Bend (mit der schwarzen Les Paul Custom, die er auch bei
  • Creedence spielte, und somit einen Ton tiefer in C- und nicht in D-Dur wie im Original von 1970)
  • Have You Ever Seen the Rain (mit seiner Taylor Akustikgitarre)
  • Who' ll Stop the Rain (auch mit seiner Taylor Akustikgitarre)
  • Down On the Corner (mit angtriggerten Drums von Kenny und John mit seiner roten Fender Stratocaster)
  • Old Man Down the Road
  • Rockin' All Over the World (mit einer wunderschönen Sunburst Les Paul Standard)
  • Bad Moon Rising
  • Fortunate Son (beide Songs mit seiner schwarzen Les Paul Custom)

Zugaben:

  • Proud Mary ("One, two, three, four ...")
  • Travelin' Band (wieder mit seiner roten Telecaster)

John zeigte sich als großer Entertainer, der trotz des heftigen Regens über die Bühne fegte wie ein junger Derwisch und offensichtlich eine Menge Spaß hatte. Mehrfach mußte sein Gitarrentechniker Johns Gitarren trocken reiben. Auch wir hatten eine Menge Spaß dabei, uns seine CCR-Hits und seine neueren Songs anzuhören und natürlich lauthals mitzusingen, und vergaßen fast das heftige Gewitter und die langsam bis auf die Haut vordringende Nässe. Für uns war es das erste Mal, dass wir John live erlebten. Wir hätten gerne noch mehr Songs von ihm gehört, aber viel zu früh, nach einer Stunde war leider alles schon wieder vorbei.

John benutzte mehrere Gitarren: drei verschiedene Gibson Les Pauls, eine Fender Telecaster und eine Fender Stratocaster, eine Taylor Westerngitarre und ein Modell, das ich nicht identifizieren konnte, wahrscheinlich eine Ibanez oder Washburn Stratocaster-artige Gitarre für Suzy Q und Blue Boy, keine Rickenbacker dieses Mal. John spielte über zwei Marshall Halfstacks, wobei man nur die zwei 4 x 12 Lautsprecher Boxen sehen konnte, denn die eigentlichen Verstärker standen woanders, waren aber sehr wahrscheinlich Marshall Amps, kein Kustom Verstärker dieses Mal.

Tinas Show war sehr durchorganisiert und natürlich sehr perfekt und professionell. Ich fand ihre alten Hits und das Finale mit dem Feuerwerk, den Video- und pyrotechnischen Effekten sowie ihre hübschen Tänzerinnen sehr beeindruckend. Leider gab es kein Duett mit John als sie ihre hervorragende Version von Proud Mary zum Besten gab. Hoffen wir, dass John jetzt endlich mal eine Hallentournee in Deutschland startet. Wir sind auf jeden Fall wieder dabei!

Review und deutsche Übersetzung: Wolfgang Vornhof

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JOHN FOGERTY / TINA TURNER IN ZÜRICH

NEUE ZÜRICHER ZEITUNG REVIEW

Gipfeltreffen der Rocklegenden im Letzigrund

Auftakt der Tournee von Tina Turner und John Fogerty

fsi. Am Freitagabend ist im Letzigrund ein Konzert über die Bühne gegangen, auf das viele Rockfans dreissig Jahre lang gewartet haben. John Fogerty, der Sänger, Gitarrist und Autor aller Hits von Creedence Clearwater Revival, trat zum ersten Mal in der Schweiz auf. Und wie! «Mister CCR» spielte zwar «nur» im Vorprogramm von Tina Turners «Twenty Four Seven Tour», aber ein Lückenfüller war er beileibe nicht. Im Gegenteil, begleitet von einer hervorragenden Band - unter anderem mit dem kalifornischen Klassegitarristen und einstigen Fleetwood-Macker Rick Vito -, fegte und fetzte er eine Stunde lang wie ein Berserker über die Bühne.

Begleitmusiker als Fans

Fogerty spielte seine harten Blues- und Rockriffs energischer denn je, er brüllte mit der heiseren Stimme eines brünstigen Waschbären Klassiker wie «Green River», «Have You Ever Seen the Rain», «Bad Moon Rising» oder «Proud Mary» ins Mikrophon. Tausende krähten begeistert mit, und die Musiker der Band strahlten bis über beide Ohren. Schliesslich war dies ihr erster grosser Auftritt in dieser Besetzung, und sie standen, so Vito in einem Gespräch vor dem Konzert, nicht nur als Begleitmusiker Fogertys, sondern auch als dessen Fans auf der Bühne.

Tina Turner bewies Mut, einen derartigen Vollblutrocker ins Vorprogramm ihrer in Zürich beginnenden Europatournee zu nehmen. Doch die Mischung gefiel. Fogerty spielte den schweisstreibenden Rock der sechziger, Tina Turner den durchgestylten Multimedia-Pop der neunziger Jahre. Und auch sie machte ihre Sache auf einer futuristisch gestalteten High-Tech-Bühne grossartig: Zunächst in schwarzer, lackglänzender Kleidung, dann in einem golden schillernden Minikleid und später in einem schwarzen und dann in einem weissen Hosenanzug und begleitet von fünf Schönheiten als Tänzerinnen und Backgroundsängerinnen sowie einer Topband, gab Tina Turner einen begeisternd choreographierten Querschnitt durch eine Karriere, die noch viel weiter zurückreicht als jene Fogertys.

Mitsingen und mitgrölen

«River Deep, Mountain High», «We Don't Need Another Hero», «Private Dancer», «Nutbush City Limits» - die Vierzigtausend im ausverkauften Stadion erhielten ihre Hits, und nach einer Stunde durften sie, mit viel Witz von der quecksilbrigen Sängerin dazu angefeuert, zu «What's Love Got To Do With It» zum ersten Mal auch herzhaft mitsingen (die Frauen) und -grölen (die Männer). Und natürlich gab es auch eine soulig-fetzende und feuerwerkknallende Version von «Proud Mary». Leider kam John Fogerty, der Autor dieses Songs, nicht zum Duett auf die Bühne. Aber schön war's trotzdem. Und wer Tina Turner, John Fogerty und die australische Gitarrenband Taxidrive ebenfalls live erleben will, hat am Samstagabend Gelegenheit dazu. Für das zweite Zürcher Konzert soll es noch Tickets geben.

Neue Zürcher Zeitung, 1. Juli 2000

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HAMBURG
WERNER PETT

John Fogertys Auftritt im Volksparkstadion von Hamburg war gigantisch!

Auch wenn es eine Tina Turner Tour war, John Fogerty hatte seine eigene Show und konnte auch die Tina Turner Fans begeistern.

Am 19.07.2000 hatten Ewald Heikes und ich die Gelegenheit John Fogerty im Vorprogramm von Tina Turner live zu erleben.

Doch schon bereits vor dem Konzert hatten wir unser Erlebnis der besonderen Art.

Gegen Mittag trafen wir uns vor meiner Wohnung, um nach Hamburg aufzubrechen. So gegen 13.00 Uhr waren wir vor dem Hotel angekommen, in dem John Fogerty mit Familie vor drei Jahren, also bei seinem Auftritt im "Grünspan", schon einmal gastiert hatte. Ewald und ich vermuteten, dass John sich dort erneut einquatiert haben könnte. Auf Verdacht hin platzierten wir uns vor dem Hotel und warteten. Lange mussten wir nicht warten, denn gegen 13.30 Uhr verliess Julie Fogerty mit den Kindern das Hotel und John folgte kurze Zeit später.

Ewald ging zum Eingang des Hotels, um John anzusprechen. John begrüsste ihn sofort per Handschlag, als wäre dies ganz selbstverständlich. Ich trat hinzu und John streckte auch mir seine Hand entgegen. Er fragte uns nach unseren Namen (ein bewegender Augenblick).

Obwohl Julie und die Kinder bereits im Taxi saßen, welches John zum Soundcheck bringen sollte, nahm John sich ein paar Minuten Zeit für uns, um Autogramme zu geben und ein paar kurze Worte zu wechseln. Nachdem John uns die Autogrammwünsche erfüllt hatte, wünschten wir ihm viel Erfolg für das Konzert. John bedankte sich, stieg ins Taxi und entschwand zum Soundcheck.

Ich muss sagen, allein dieser Moment war es schon Wert nach Hamburg gefahren zu sein.

Als wir uns dann in Richtung Volksparkstadion aufmachten und gegen 14.45 Uhr dort ankamen, standen schon eine ganze Menge Fans vor den zahlreichen Eingängen des umgebauten Volksparkstadions. Wir reiten uns in die Schlange der Wartenden ein.

Um 17.30 Uhr war es dann soweit. Die Tore öffneten sich. Die Massen stürmten hinein, um sich einen günstigen Platz vor der Bühne zu sichern. Auch uns gelang es, einen guten Platz vor der Bühne zu bekommen. Dort trafen wir auch andere Mitglieder des C.C.R.-Fanclubs.

Die australische Band "Taxiride" eröffnete um 18.30 Uhr das Megakonzert.

Die Fans von John Fogerty und Tina Turner jubelten John zu und ließen sich direkt von Johns Auftritt mitreißen.

John trug ein rotes Seidenhemd und eine schwarze Hose. Er präsentierte sich in Topform und sauste während seines einstündigen Konzertes wiederholt von einer zur anderen Seite der Bühne. John bekam nach jedem Stück viel Beifall, was er jedesmal mit einem deutlichen "Thaaaaank you" bedachte.

Die Musik und auch der Sound waren hervorragend. John trug seine Songs, wie von Fogerty-Fans gewohnt, schwung- und kraftvoll vor. Ein Hit folgte dem Nächsten. Die Stimmung erreichte mit jedem folgenden Hit einen weiteren Höhepunkt und immer häufiger hörte ich Stimmen von Tina Turner Fans wie: "Ach der ist das, den Song kenne ich auch".

Leider hat John durch sein jahrelanges Fehlen in der Szene als Solo-Artist einige Generationen ausgelassen und damit seinen Bekanntheitsgrad unter den jüngeren Fans geschmälert. Aber seine alten Hits aus großen C.C.R.-Tagen kannten alle im Stadion.

Nachdem John sein Set gespielt hatte, wurde er mit frenetischem Applaus verabschiedet. Danach war eine halbe Stunde Pause für den Bühnenumbau und um 21.00 Uhr betrat Tina Turner in Hamburg zum letzten Mal die Showbühne.

Wer jedoch einen Bericht von Tina Turners Konzert haben möchte, sollte ihre Fans befragen, denn nach Johns Auftritt verließen Ewald und ich das Volksparkstadion, um glücklich nach Hause zu fahren.

Es war ein super Tag, obwohl das Wetter äußerst mies war. Wir hoffen nun natürlich, dass wir John nicht das letzte Mal gehört, gesehen und gesprochen haben. Also bis zum nächsten Mal John!

"Roll On Down The River!"

Werner Pett

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